
Tibor Herczeg vom Verband Wohneigentum Niedersachsen e. V. (l.) und Staatssekretär Heiner Pott vom Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration (r.) mit den Gewinnern des 1. Platzes
Wie sollte Ihr Wohnumfeld gestaltet sein, damit Sie auch im Alter noch selbstständig wohnen und leben können?
Mit dieser Frage beschäftigten sich 37 Studierende der Fachhochschule Osnabrück, der Jade Hochschule Oldenburg und der Hochschule Vechta in einer von der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) initiierten studentischen Blockwoche im Artland. Anhand realer Wohnhäuser entwickelten acht multidisziplinäre Teams innovative und preisgünstige Lösungen zur altersgerechten Wohnraumanpassung für verschiedene Gebäudetypen.
Die Studenten aus den Fachbereichen Assistive Technologien, Industrial Design, Gerontologie, Ökotrophologie und Wirtschafts- und Sozialwissenschaften setzten bei ihren Entwürfen Themen wie Gebäudekonzepte, Technikentwicklung, Infrastruktur und Dienstleistungen sehr bedarfsgerecht um. Planungsvorschläge für ein komfortables und selbstständiges Wohnen und Leben im Alter wurden dabei nicht nur für Einfamilienhäuser, sondern auch für Mehrfamilienhäuser und einen Artlandhof entwickelt.
Eine Jury – bestehend aus Tibor Herczeg vom Verband Wohneigentum Niedersachsen, Delia Balzer von der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA), Dr. Dirk Heuwinkel vom Landkreis Osnabrück, Kathrin Hodler von der Niedersächsischen Fachstelle für Wohnberatung und Dirk Gehrmann von der Wirtschaftsagentur Artland – beurteilte die studentischen Arbeiten. Die drei besten Vorschläge wurden mit einem Geldpreis gewürdigt, den Staatssekretär Heiner Pott aus dem Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration überreichte.
„Es geht um die Schaffung von Wohn- und Lebensqualität im ländlichen Raum unter dem Aspekt des demografischen Wandels“, formulierte Samtgemeindebürgermeister Reinhard Scholz bei der Preisverleihung. In diesem Zusammenhang sei es nicht nur wichtig, älteren Menschen die Angst vor dem Thema Wohnungsanpassung zu nehmen, sondern bereits jungen Menschen den Blick für deren Notwendigkeit zu schärfen – denn: auch Kinderwagen können schon Probleme machen!
„Der Einsatz hat sich gelohnt“, versicherte Dr. Dirk Heuwinkel vom Landkreis Osnabrück, der das Engagement der Studenten, aber auch die Bereitschaft der Bevölkerung würdigte, an dem Projekt mitzuarbeiten.